1917 und 2027: Bestand aufnehmen, nicht bewerten
Ein Bestand ist keine Bilanz des Lebens, sondern eine Arbeitsgrundlage. Aufgeschrieben werden Hilfen, Termine, Papiere und offene Wünsche, jeweils mit Zuständigkeit. Danach wird markiert, was bleibt, was sich ändert und was entfallen darf.
Sie liest mit und widerspricht, wo nötig. Der Feuer-Stamm des Jahres verlangt keine Eile. Ruhig geführt zeigt der Bestand Lücken früher und erspart spätere Improvisation.
Pflegeübergaben schriftlich festhalten
Pflegeübergaben verlaufen zuverlässiger, wenn sie schriftlich sind. Das Heft am Eingang enthält Ankunftszeiten, eingenommene Mahlzeiten, Spaziergänge, Termine und Bemerkungen der Person. Anweisungen zur Behandlung werden wörtlich übernommen und nicht ausgelegt; zuständig bleiben die behandelnden Fachpersonen.
Jede neue Kraft wird eingeführt und für Ausfälle gibt es eine Vertretung. Wöchentlich werden die Seiten gemeinsam gelesen, damit die Person weiß, was über sie notiert wird.
Dokumentenordner mit zwei Schlüsselpersonen
Ein Dokumentenordner nützt nur, wenn ihn jemand findet. Zwei Schlüsselpersonen kennen den Aufbewahrungsort, eine davon außerhalb des Haushalts. Eine Inhaltsliste nennt jedes Dokument, ohne Geheimzahlen zu enthalten.
Verfügung, Vollmacht und Nachlass werden mit qualifizierten Fachleuten geklärt und schriftlich gefasst. Zweitausfertigungen lagern an einem anderen Ort. Bei jeder Änderung wird die Liste berichtigt, damit keine veraltete Angabe in Umlauf bleibt.
Wünsche der Familie zuerst klären
Wünsche der Familie gehören an den Anfang, nicht an das Ende eines Gesprächs. Gefragt wird, wie die Person wohnen, feiern, essen und besucht werden möchte, und die Antworten werden notiert. Erst danach entstehen Vorschläge der Angehörigen.
Was nicht möglich ist, wird offen erklärt, ohne Schuldzuweisung. Ein Wunsch darf sich ändern; die Notizen werden dann angepasst. Vertrauen entsteht, weil Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.
Geldbeträge, Fristen und Obergrenzen
Geldbeträge im Haushalt bleiben klein und getrennt von Karten. Vertrags- und Versicherungsfristen stehen im Kalender; Obergrenzen für Geschenke werden schriftlich festgehalten. Zahlungsaufforderungen am Telefon werden auf den nächsten Tag verwiesen und über eine bekannte Nummer geprüft.
Beträge werden nie sofort überwiesen. Erbfragen, Steuern und Anlagen klären qualifizierte Fachleute. Die Regeln schützen die Person und die Beziehungen in der Familie.
Besuchszeiten und Ruhefenster
Besuchszeiten werden abgestimmt, nicht spontan gesetzt. Die Gästeliste verteilt die Besuche über den Monat, mit Zeitfenstern und einer Obergrenze für große Gruppen. Ein Ruhefenster folgt nach jedem Besuch.
Wer weit anreist, erhält ein eigenes Zeitfenster und wird nicht mit anderen zusammengelegt. Besuche darf sie ablehnen, ohne dass dies als Kränkung gilt. Neuigkeiten werden gesammelt erzählt, damit nicht jeder Gast dieselben Fragen stellt.
Werkstücke und Erinnerungen zuordnen
Werkstücke, Schmuck, Briefe und Werkzeuge erhalten früh eine Bestimmung. Mit der Person wird besprochen, welches Stück an wen gehen soll; Empfänger werden gefragt, bevor etwas beiseitegelegt wird. Zu ausgewählten Gegenständen werden kurze Geschichten notiert.
Schriftstücke, die andere betreffen, bleiben verschlossen, bis diese zustimmen. Behalten muss niemand, was er nicht möchte. Die Verteilung wird in einer Liste festgehalten, damit später keine Unklarheit entsteht.
Die genaue Grenze für 1917
Die genaue Grenze für den Jahrespfeiler liegt bei Li Chun (Frühlingsbeginn) und damit an einem berechneten Sonnenzeitpunkt. Urkunde, Geburtsstadt, im Register vermerkte Uhrzeit und damals gültige historische zivile Zeitzone werden einer verlässlichen Li-Chun-Berechnung gegenübergestellt. Ein anderer Termin gilt im Mondkalender.
Eine erfundene UTC-Zeit nützt niemandem. Ein bestätigtes 丁巳 bleibt ein Pfeiler von vieren; die übrigen drei verlangen Monat, Tag und Stunde.


