119 Jahre: Fürsorge mit Grenzen
Wer sorgt, braucht Grenzen, damit die Kraft nicht in Erschöpfung endet — Aufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt, statt bei einer Person zu bleiben — jede Zusage bekommt Umfang und Enddatum — auf einen anstrengenden Tag folgt ein ruhiger — Hilfe darf abgelehnt werden, ohne sich zu rechtfertigen — Pausen werden wie Termine behandelt — wer für andere sorgt, darf auch Nein sagen.
Einkäufe und Haushalt verteilen
Einkäufe und Haushalt gehören auf mehrere Personen verteilt — festgehalten wird, wer welche Aufgabe übernimmt und wer einspringt — Hilfe wird bezahlt oder erwidert, nicht stillschweigend erwartet — nach einem halben Jahr wird die Verteilung geprüft — Aufgabenlisten hängen sichtbar in der Küche — Zeiten werden mit allen Beteiligten abgestimmt — ein Haushalt, der an einer Person hängt, hat keinen Puffer.
Geld mit klaren Grenzen
Einnahmen, feste Ausgaben und Rücklagen bleiben auf einer Seite notiert — Geschenk, Darlehen und Beteiligung werden klar unterschieden — jede freiwillige Zuwendung bekommt einen Betrag und ein Ende — für Steuer- und Erbfragen übernimmt eine Fachperson — Beträge werden jährlich überprüft — Barausgaben werden mitnotiert — eine eigene Reserve bleibt unangetastet.
Wohnung prüfen, nicht umbauen
Wohnung und Wege werden einmal im Jahr geprüft — Licht, Bad und Treppen sind die üblichen Stellen — jede Veränderung wird erklärt und ausprobiert — große Entscheidungen bekommen Bedenkzeit — Reparaturen bekommen einen kleinen Puffer im Haushalt — was sich nicht bewährt, wird zurückgenommen — ein Umzug bleibt eine Möglichkeit, nicht die erste Antwort.
Zimmerwünsche zuerst erfragen
Zimmerwünsche, Besuchszeiten und Mahlzeiten werden zuerst erfragt — Meinungen kommen danach, Vorschläge zuletzt — leicht Erfüllbares geschieht sofort, Unmögliches wird offen erklärt — Entscheidungen bleiben bei der Person — Meinungen werden gesammelt, nicht bewertet — Wünsche werden notiert, damit sie nicht untergehen — wer Wünsche ernst nimmt, trifft weniger Widerstand.
Fester Rhythmus für gute Tage
Fester Rhythmus aus Mahlzeiten, Ruhe und Besuch gibt dem Tag Halt — der Ablauf bleibt einfach und wiederholbar — Tageslicht und Bewegung gehören dazu, ohne Vorschrift zu werden — Unterbrechungen werden angekündigt — unruhige Tage bleiben ausdrücklich erlaubt — nach einem vollen Tag folgt ein ruhiger — Gleichmäßigkeit ist die unspektakuläre Grundlage guter Tage.
Abstände zwischen Besuchen
Anrufe und Besuche werden so verteilt, dass zwischen ihnen ganze freie Tage bleiben — ein kurzer Kontakt pro Woche trägt weiter als ein seltener langer — das Gespräch bleibt offen und einfach — Kontakte werden angekündigt, nicht als Überfall — niemand muss etwas leisten — Pausen gehören zum Plan, nicht in die Lücke — wer Pausen braucht, darf sie nehmen.
119 Jahre: Li Chun und die Grenze
1907 allein bestimmt den Geburtspfeiler nicht — Li Chun (Frühlingsbeginn) markiert die Grenze, und davor zählen der Geburtsort, die historische Zeitzone und die damaligen Uhrzeitregeln — die Vier Säulen bestehen aus Jahr, Monat, Tag und Stunde, hier ist nur das Jahr bekannt — ohne belastbare Zeit bleibt die Deutung eine Näherung.


