112 Jahre: Selbstbestimmung wahren
Wer Hilfe braucht, entscheidet trotzdem selbst — gefragt wird zuerst, was die Person möchte — Vorschläge kommen später und bleiben Vorschläge — kleine Vorlieben werden respektiert — Widerspruch darf sein — Selbstbestimmung ist kein Sonderfall, sondern der Normalfall — Widerspruch wird gehört, bevor entschieden wird — Entscheidungen werden nicht über den Kopf hinweg getroffen.
Schritte mit Maß
In Bewegung bleiben zählt, solange es angenehm bleibt — ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein paar Schritte im Hausflur genügen — das Tempo bestimmt die Person — auf einen aktiven Tag folgt Ruhe — Begleitung ist erlaubt, Bevormundung nicht — wer sich bewegt, kennt seinen Körper besser — nach einem aktiven Tag folgt ein ruhiger, ohne schlechtes Gewissen.
112-Jährige: Aufgaben teilen
Lasten werden nach Fähigkeit und Zeit verteilt, nicht nach Gewohnheit — jede Person übernimmt einen klaren Bereich — Vertretungen werden vorher benannt — die Verteilung wird regelmäßig geprüft — Pausen sind eingeplant — geteilte Last bleibt länger tragbar — Vertretungen werden vorher benannt und getestet — wer eine Aufgabe übernimmt, kennt auch die Vertretung.
112-Jährige: Papiere und Vollmachten
Belege wie Vollmacht, Patientenverfügung und Versicherungen liegen an einem bekannten Ort — jede Urkunde trägt Datum und Bereich — eine Kopie lagert außerhalb — einmal im Jahr wird geprüft, ob alles noch stimmt — Änderungen werden sofort nachgetragen — klare Zuständigkeiten vermeiden Streit.
112-Jährige: Erinnerungen sichern
Erinnerungen werden in kleinen Schritten gesichert — ein Bild, eine Melodie, eine Anekdote — Fragen öffnen mehr als Bitten — Antworten werden notiert oder mit Einverständnis aufgenommen — Lücken dürfen bleiben — wichtiger als Vollständigkeit ist die Stimme — Lücken dürfen bleiben, niemand muss vollständig erzählen — Fotos werden beschriftet, solange die Erinnerung frisch ist.
Vermächtnis und Gaben
Was weitergegeben wird, bestimmt die Person — Dinge bekommen Empfänger und Beschriftung — Briefe können ergänzt werden — Wünsche zum eigenen Abschied gehören in ruhige Gespräche — niemand muss sich rechtfertigen — ein Vermächtnis darf klein und deutlich sein — Dinge bekommen Empfänger und Beschriftung, offene Fragen dürfen warten.
112-Jährige: Kontakte pflegen
Nähe wird gepflegt, aber nicht erzwungen — wer anrufen möchte, ruft an — wer Ruhe braucht, bekommt sie — Treffen werden verabredet — Nähe zeigt sich in kleinen Gesten — Beziehungen brauchen keinen Beweis — Absagen sind erlaubt und brauchen keine Begründung — ein Anruf zählt genauso wie ein Besuch — Kontakte werden so gelegt, dass ganze Ruhetage frei bleiben.
112 Jahre: Grenze und Beleg
Nur vorläufig gilt der Jahrespfeiler für 1914 — neben Li Chun (Frühlingsbeginn) zählen der Geburtsort, die historische Zeitzone und die Uhrzeitregeln der damaligen Jahre — den Vier Säulen fehlen Monat, Tag und Stunde, weshalb nur das Jahr belegt ist — ohne Belege bleibt die Aussage begrenzt — die Angaben werden notiert, damit sie bei Bedarf vorliegen.


