110 Jahre: Würde im Alltag
Würde zeigt sich in kleinen Entscheidungen — welche Kleidung getragen wird, was gegessen wird, wer zu Besuch kommt — gefragt wird, bevor etwas verändert wird — Aufräumen geschieht gemeinsam oder gar nicht — eigene Fehler dürfen sein — Höflichkeit ersetzt keine Zustimmung — Respekt braucht keine großen Gesten — feste Zeiten für Frühstück, Ruhe und Abend geben dem Tag eine Form — der Tag bleibt dabei berechenbar.
110-Jährige: Rückblick in Portionen
Die Lebensgeschichte wird in Portionen erzählt — ein Bild, ein Jahr, eine Begebenheit pro Sitzung — Zuhörende notieren Namen und Orte — niemand muss bewerten — Widerspruch ist erlaubt — Pausen beim Erzählen sind normal — eine Chronik entsteht aus vielen kleinen Notizen — Fragen werden offen gestellt, nicht prüfend — Fragen werden offen gestellt.
110 Jahre: Pflege ohne Streit
1916 verlangt klare Absprachen in der Pflege — Aufgaben werden mit Namen und Zeiten verteilt — Kosten und Zuständigkeiten stehen auf einer Liste — Ausfälle bekommen eine Vertretung — die Person behält das letzte Wort — Konflikte werden in ruhigen Gesprächen geklärt, nicht im Flur — jede Seite darf aussprechen, was sie belastet — die Aufgabenliste hängt dort, wo alle Helfer sie sehen.
Befugnisse und Urkunden ordnen
Befugnisse und Urkunden liegen an einem Ort, den Bevollmächtigte kennen — jede Seite trägt Datum und Geltungsbereich — eine Kopie lagert auswärts — einmal im Jahr wird geprüft — Änderungen werden sofort nachgetragen — der Ort wird zwei Personen genannt — klare Zuständigkeiten vermeiden Streit — der Standort der Unterlagen ist zwei Bevollmächtigten bekannt.
Feiern im kleinen Rahmen
Feiern bleiben klein und planbar — Gästezahl und Dauer werden vorher besprochen — Aufgaben werden verteilt — Geschenke werden in Ruhe ausgepackt — nach der Feier bleibt ein ruhiger Tag frei — Fotos werden später beschriftet — ein gutes Fest endet, bevor die Kraft endet.
110-Jährige: Ruhe sichern
Stille Stunden werden wie Termine behandelt — das Telefon darf leiser gestellt werden — Besuche werden angekündigt — nach einem lebhaften Tag folgt ein stiller — Pausen sind kein Mangel an Anteilnahme — wer Ruhe braucht, muss sie nicht begründen — Erholung gehört zum Plan.
Andenken bestimmen
Andenken bekommen einen Platz und eine Beschriftung — gefragt wird, was weitergegeben werden soll — Empfänger werden notiert — offene Fragen dürfen warten — was bleibt, soll auffindbar sein — die Auswahl trifft die Person selbst — niemand muss sich rechtfertigen — Erinnerungsstücke behalten ihren Wert nur mit Beschriftung.
110 Jahre: Vorbehalt geregelt
1916 Geborene im frühen Jahr lesen den Geburtspfeiler nur mit Vorbehalt — die Grenze Li Chun (Frühlingsbeginn) zählt, außerdem wirken der Geburtsort, die historische Zeitzone und die damaligen Uhrzeitregeln mit — von den Vier Säulen ist nur das Jahr bekannt, Monat, Tag und Stunde fehlen — deshalb bleibt das Ergebnis eine Näherung — fehlende Zeitangaben werden vermerkt, damit die Einordnung ehrlich bleibt.


