1920 und 2027: erst klären, dann vereinfachen
Anders gesagt: Zuerst wird geklärt, wer welche Entscheidung trägt und wer informiert wird; erst danach beginnt das Vereinfachen. Sinnvoll sind höchstens zwei Änderungen im Quartal, etwa ein fester Besuchsplan und ein vollständiger Ordner. Jede Änderung erhält ein Enddatum, an dem sie überprüft wird.
Die Metall-Affe-Symbolik verpflichtet zu nichts. Bleibt eine Neuerung unpraktisch, wird sie zurückgenommen, ohne dass daraus ein Konflikt entsteht.
Wohnwege frei und vertraut halten
Wohnwege werden frei gehalten und bleiben in ihrer gewohnten Richtung bestehen. Anders gesagt: Eine bessere Lampe, ein fester Teppichrand und ein Griff an der schwierigen Stelle verändern wenig und helfen viel. Möbel werden nicht ohne Absprache umgestellt, weil jeder neue Weg Orientierung kostet.
Bei Unsicherheit auf Treppen oder im Bad entscheiden Fachpersonen über geeignete Hilfen. Anders gesagt: Die Person wählt mit, welche Anpassung sie annimmt und welche nicht.
Ordnersystem mit Stichwortverzeichnis
Ein Ordnersystem mit Stichwortverzeichnis ersetzt das Suchen in Schränken. Jede Mappe trägt ein Schlagwort, jede Seite eine kurze Bezeichnung, und ganz vorn liegt ein Verzeichnis ohne Geheimzahlen. Zwei Vertrauenspersonen kennen das System.
Rechtliche Fragen zu Vollmacht und Nachlass gehören zu qualifizierten Fachleuten. Im Kern gilt: Nach jeder Ablage wird das Verzeichnis ergänzt, damit es brauchbar bleibt. So findet auch eine fremde Hilfe in kurzer Zeit, was gebraucht wird.
Angehörigenkreise mit klaren Rollen
Angehörige werden in Kreisen gedacht: der engste Kreis entscheidet mit, der weitere unterstützt, der äußere wird informiert. Im Kern gilt: Für jeden Kreis wird notiert, welche Aufgabe und welche Vertretung dazugehört. Im Kern gilt: Entfernt wohnende Verwandte können Telefonate und Schriftverkehr übernehmen; Nachbarn leisten kurze, klar begrenzte Hilfe.
Eine Runde pro Quartal genügt. Widerspruch der Person wird ernst genommen, auch wenn er unbequem ist.
Barbestände klein, Fristen sichtbar
Barbestände bleiben klein und getrennt von Karten; Fristen stehen sichtbar im Kalender. Abbuchungen werden monatlich angesehen, unbekannte Empfänger über offizielle Nummern geklärt. Niemals wird am Telefon eine Zahlung zugesagt; dafür gibt es einen Rückruf über eine bekannte Nummer.
Als Regel gilt: Größere Zuwendungen benötigen Zeit und eine zweite Person. Anlage-, Steuer- und Erbfragen klären Fachleute; hier entsteht nur Ordnung im Alltag.
Hilfsmittel dort, wo sie nützen
Hilfsmittel nützen, wenn sie am richtigen Ort stehen und ohne Mühe erreichbar sind. Gehhilfe, Brille und Hörgerät gehören an den gewohnten Platz, nicht in eine Schublade. Passende Mittel bestimmen die zuständigen Fachpersonen; die Familie sorgt dafür, dass sie vorhanden und funktionsfähig bleiben.
Ersatzbatterien werden bevorratet. Als Regel gilt: Was sich als unpraktisch erweist, wird getauscht, nachdem es gemeinsam ausprobiert wurde.
Tongeschichten und Bildbände
Tongeschichten und Bildbände bewahren mehr als ein Stichwortzettel. Ton- und Bildaufnahmen entstehen nur mit Einverständnis, und welche Ausschnitte bleiben dürfen, bestimmt die Person. Zeitnah gilt: Bilder erhalten Namen, Orte und Jahre, mit Bleistift notiert.
Die Dateien liegen an zwei Orten, eine Kopie bei einem Verwandten. Sitzungen dauern eine halbe Stunde. Wird eine Frage nicht beantwortet, bleibt sie einfach offen; niemand muss sich erklären.
Amtliche Register und Li Chun
Amtliche Register und Kalenderquellen werden gebraucht, wenn der genaue Jahrespfeiler geklärt werden soll. Als Regel gilt: Entscheidend ist der Li-Chun-Übergang, berechnet für den Geburtsort und die damals gültige historische zivile Zeitzone. Eine fehlende Uhrzeit wird nicht erfunden.
Zur Einordnung: Die Mondzählung markiert eine andere Grenze und ersetzt diese Prüfung nicht. 庚申 bleibt auch nach Bestätigung nur ein Pfeiler; für die vollständigen Vier Säulen fehlen Monat, Tag und Stunde.


