105 Jahre: Ordnung mit Maß
Jeder Gegenstand bekommt einen festen Platz — Brille, Telefon und Getränk bleiben am gewohnten Ort — Geschirr und Vorräte werden so gestellt, dass die Handgriffe kurz sind — doppelte Vorräte werden zusammengelegt — Neues kommt nur, wenn Altes geht — Schubladen bleiben übersichtlich — nichts wird ohne Rückfrage umgestellt — wer sein Umfeld kennt, bleibt selbstständig — Ordnung ist eine Hilfe, kein Selbstzweck.
1921: Papiere prüfen
Ordner werden zweimal im Jahr auf den neuesten Stand gebracht — was abgelaufen ist, wandert in den Papierkorb — Verträge und Beiträge werden mit Frist notiert — Kündigungen erhalten eine schriftliche Bestätigung — Nachweise bleiben in einer Klarsichthülle — der Ablageort ist zwei Vertrauenspersonen bekannt — Änderungen werden am selben Tag nachgetragen — Unklares wird nachgefragt, nicht geraten — die Übersicht bleibt dadurch schlank.
Essen mit festen Zeiten
Geregelte Essenszeiten geben dem Tag Form — Speisen werden vorbereitet und einfach gehalten — Getränke stehen in Reichweite — Zwischenmahlzeiten sind erlaubt — gegessen wird in Ruhe, ohne Eile — warme Mahlzeiten lassen sich planen — Speisepläne hängen sichtbar in der Küche — Ausnahmen bleiben möglich — Mahlzeiten sind ein Anker, keine Pflicht.
105-Jährige: Kontakte pflegen
Der eigene Rhythmus bestimmt die Kontakte — wer anrufen möchte, ruft an — wer Ruhe möchte, bekommt sie — Verabredungen sind willkommen, aber keine Pflicht — kleine Aufmerksamkeiten wiegen mehr als große Auftritte — Pausen werden nicht als Absage gedeutet — Nähe darf leicht und leise sein — niemand steht unter Antwortzwang — Zuneigung braucht keine Beteuerungen.
Polster schonen
Beträchtliche Summen werden nicht aus dem Stand zugesagt — jede Zusage erhält einen Rahmen und ein Enddatum — Unterstützung bleibt freiwillig — Darlehen und Geschenke werden unterschieden — die eigene Versorgung geht vor — seltene Ausnahmen ändern die Regel nicht — Belege bleiben in der Mappe — bei Erb- und Steuerfragen entscheidet eine Fachperson — die Entscheidung braucht Zeit.
Gefahrenquellen entschärfen
Wege, Licht und Bad werden jährlich geprüft — Stolperstellen werden sofort entschärft — ein Griff und eine zusätzliche Lampe kosten wenig — Änderungen werden erklärt und ausprobiert — was nicht taugt, verschwindet wieder — gewohnte Wege bleiben erhalten, solange sie sicher sind — große Umbauten bekommen Zeit — ein Umzug wird nicht erzwungen — Sicherheit entsteht aus kleinen Verbesserungen.
Bilder beschriften
Jeder Abzug erhält eine kurze Rückseite mit Namen, Ort und Jahr — Erzählungen werden daneben notiert — wer zu sehen ist, wird erfragt, nicht geraten — Kopien liegen außerhalb der Wohnung — alte Bilder werden nicht sofort weggeworfen — die Beschriftung wächst über Wochen — Aufnahmen brauchen das Einverständnis aller — die Auswahl bleibt beim Eigentümer — ein Album entsteht aus vielen kleinen Schritten.
105 Jahre: Vorbehalt geordnet
1921 Geborene im frühen Jahr brauchen einen zweiten Blick auf den Geburtspfeiler — neben Li Chun (Frühlingsbeginn) zählen der Geburtsort, die historische Zeitzone und die Uhrzeitregeln jener Zeit — den Vier Säulen fehlen Monat, Tag und Stunde — ohne Belege bleibt jede Aussage begrenzt — die Einordnung bleibt vorsichtig und ohne Prognose.


